Montag, 28. April 2014

Lilith kehrt zurück

Jede Frau erfährt Eva und Lilith in den Gezeiten ihres weiblichen Zyklus. Eva wird durch die erste Hälfte des Zyklus symbolisiert, in der Zeit bis zur Ovulation und der Empfängnisbereitschaft, während Lilith herrscht, wenn bei der Ovulation keine Empfängnis stattfindet. Lilith steht auch für den Menstruationsschmerz in der Phase des prämenstrualen Syndroms. Es war früher - und noch heute in manchen Kulturen - die Zeit, in der die Frauen sich allein in die Wildnis zurückzogen haben. In jeder Frau sind Eva und Lilith verborgen, wir bringen sie mit uns auf die Welt und leben diese zwei Prinzipien abwechselnd in unserer Existenz. Manche Frauen leben eine Seite mehr als die andere, sodass der verdrängte Anteil im Bereich der Schatten(-Seiten) angesiedelt ist, aber niemals ganz aus ihrem Leben verschwindet. Es gibt noch einen weiteren Aspekt im Leben jeder Frau, der von Eva und Lilith symbolisiert wird. Wir erleben ihn im Ausleben der Sexualität. Eva steht für die junge, unerfahrene Frau, die von dem Mann verführt und in die Wonne der körperlichen Liebe eingeführt wird. Eva ist mit der Erfahrung verbunden, Liebe und Sex als unzertrennlich auszuleben. Ihr sexuelles Verlangen ist mit der Fortpflanzung eng verbunden. Eva ist die Verkörperung der männlichen Träume vom häuslichen Glück. Sie darf ihre Sexualität nur mit dem richtigen Mann und in einer festen Beziehung erleben. Lilith dagegen stellt das Verlangen nach sexuellen Abenteuern dar. Sagen wir mal so sobald die Kinder erwachsen geworden sind und das elterliche Haus verlassen dann macht sich Lilith in der Frau breit. Dann will sie sich ausleben- sich entdecken-neues auskosten- das Verlangen nach Neuem stillen und experimentieren! Frauen sind sich oft erst in der zweiten Hälfte des Lebens völlig über ihre sexuellen Vorlieben und Bedürfnisse bewusst. Sie sind mit ihrem Körper vertraut, sie brauchen nicht mehr geleitet zu werden, sie wissen selbst, was ihnen Lust und Befriedigung bringt. Am Zenit ihres Lebens kehrt Lilith zurück :-)

Freitag, 11. April 2014

Hotel La Fenice et Des Artistes

Wenn die Sonne untergeht, strahlen die kleinen Gässchen eine ganz besondere, magische Faszination aus ... Angekommen am Campiello Fenice stehe ich vor diesem wunderschön beleuchteten Hoteleingang und begebe mich hinein in die Empfangshalle. Schon beim Betreten spüre ich diese Aura die mich umgibt- ich spüre dieses Flair und die Schönheit dieses Hotels, das von zahlreichen Künstlern und Reisenden aufgesucht wird und jetzt auch von mir! Ich habe kein Gepäck mit sondern nur meine größere Handtasche und eine kleinere Tasche mit meinen Schminkutensilien und einem zweiten Kleid mehr brauche ich nicht mit ;-) Mit meinen Taschen um den Arm steige ich die Treppen hinauf zu meinem Zimmer. Zum Glück liegt mein Zimmer gleich im ersten Stock denn ich bin schon ziemlich müde von der Anreise. Vom Flughafen ging es mit dem Wassertaxi fast zum Hotel, denn der Anlegesteg war ein paar Schritte weiter entfernt. Aber nun bin ich angekommen in meinem wunderschönen Hotelzimmer und es ist ganz nach meinem Geschmack. Rote Tapeten mit floralen Mustern, roter Teppich und eine rote schwere Tagesdecke über das große Bett gelegt. Es erzeugt eine richtig schwülstige Stimmung aber ich bin fasziniert davon. Meine Taschen habe ich abgestellt und da es sehr warm im Zimmer ist gehe ich zum Fenster und öffne es. Endlich spüre ich einen Hauch von Luftzug auf meinem Körper und es ist ein angenehmes Gefühl. Ich beuge mich etwas aus dem Fenster um zu sehen was sich in dieser kleinen Gasse abspielt denn ich habe Stimmen gehört. Doch ich kann niemanden erkennen, habe ich mir das etwa nur eingebildet? Ich möchte die Vorhänge zuziehen und plötzlich sehe ich gegenüber etwas kleines rotes im Hausflur verschwinden. Mir überkommt ein kalter Schauer und es ist als würde mein Blut plötzlich gefrieren, ich habe ein merkwürdiges Gefühl. Es war doch nur etwas rotes das hier vorbei huschte mach dich nicht fertig damit, geht es mir durch den Kopf. Und dieses Hotel hat etwas damit zutun.....

Montag, 31. März 2014

Kastrationsangst und phallischer Triumph

Anmerkungen zu Sigmund Freuds Männlichkeitskonstruktion:

Schlagen wir nach bei Freud, erfahren wir, dass „der Pilz (...) ein unzweideutiges Penissymbol“ ist. Es gebe Pilze, „die ihrer unverkennbaren Ähnlichkeit mit dem männlichen Glied ihren systematischen Namen verdanken (Phallus impudicus)“ Und an anderer Stelle heißt es, „wenn die gebräuchliche Bezeichnung der Geschlechtstätigkeit des Mannes im Deutschen ‚vögeln’ lautet, das Glied des Mannes bei den Italienern direkt l’uccello (Vogel) heißt, so sind das nur kleine Bruchstücke aus einem großen Zusammenhange, der uns lehrt, dass der Wunsch fliegen zu können, im Traume nichts anderes bedeutet als die Sehnsucht, geschlechtlicher Leistungen fähig zu sein“. Wem diese Leistung gelingt, der mag einen Schrei des Triumphes ausstoßen. Doch was bedeutet der Hut, mit dem der Pilze gefangen genommen wird? Freud meint, dass „die Symbolbedeutung des Hutes sich aus der des Kopfes ableitet, insofern der Hut als ein fortgesetzter, aber abnehmbarer Kopf betrachtet werden kann“. Über das „Hutabnehmen“ erfahren wir, dass es eine „Erniedrigung vor dem Begrüßten“ bedeute. Wenn zwei Männer einander begegnen, die ihre Positionen noch nicht ausgehandelt haben, kommt es daher oft zu „Grußschwierigkeiten“. Beide „lauern“ darauf, wer wen zuerst grüßen wird. Diese „Grußempfindlichkeit“ hat „den Sinn (...), sich nicht geringer darzustellen, als der andere sich dünkt“
Der Schwächere grüßt zuerst. Seine „Verbeugung ist wahrhaft höflich, denn sie war ursprünglich der Gruß der Untertanen bei Hofe. Vor der Obrigkeit beugte man tief den Nacken, machte den ‚Bückling’ oder den ‚Kratzfuß’ (...). Kurzum, man machte sich niedriger und kleiner (...). Im alten China (...) machten die Untertanen vor den Mandarinen viele Kotaus und drückten dabei die Stirn auf den Boden (...). Im Abendland fordert die Unterwerfungsgeste zudem, den Hut zu ziehen, das Attribut zivilisierter männlicher Würde, und den Kopf und damit auch den Nacken zu entblößen (...)“ (Brunn 2002, S. VI). Nur ein „Grande von Spanien“ hatte das Recht, „in Gegenwart des Königs bedeckten Hauptes“ bleiben (Freud 1916, S. 395). Das zeichnete seine Stellung bei Hofe aus. Die anderen Männer mussten sich zu entblößen. Hutabnehmen gehört also zum Begrüßungsritual der Männer, während Frauen ihre Kopfbedeckung in der Regel aufbehalten, wenn sie einander grüßen. Sie dürfen sich keine Blöße geben; sie müssen bedeckt bleiben. Schließlich ist der Hut auch ein „Symbol des Genitales, vorwiegend des männlichen“. Und deshalb ist das Grüßen mit dem Hut eine Unterwerfungsgeste, deren „Beziehung zum Kastrationskomplex“ jeder kennt. Die Formel lautet: Hutabziehen = „Kopfabschneiden = Kastrieren“ (Freud 1940 a, S. 47).

Mit dem Hutabziehen bringt der Rangniedrigere symbolisch zum Ausdruck, dass er in Gegenwart des Ranghöheren auf die Erektion verzichtet. Diese Demutsgeste erspart dem Ranghöheren einen Rangkampf, weshalb er den Gruß dankbar erwidert.

Schließlich heißt es bei Freud: „Alle Triebe, die zärtlichen, dankbaren, lüsternen, trotzigen, selbstherrlichen, sind durch den einen Wunsch befriedigt, sein eigener Vater zu sein“. Der Schöpfer seiner selbst zu sein – das war in Wien um 1900 ein vielen jüdischen Söhnen verständlicher Wunsch. Sie distanzierten sich von der Demutshaltung der Väter und lehnten sich gegen das Klischee auf, dem zufolge der jüdische Mann als schwach, weibisch und kastriert galt (vgl. Weininger 1903, Nitzschke 1980, le Rider 1990, Gilman 1993, Pollak 1997, Heschel 1998). Die Söhne suchten nach einem neuen Männerbild – und erhielten Angebote wie das „Muskeljudentum“ (1909), das der Theoretiker der „Entartung“ (1892/93) und spätere Zionist Max Nordau konstruiert hatte. Mit solchen und ähnlichen Idealen vor Augen konnten sich die Söhne auch besser von den Müttern abgrenzen, die – obgleich in einem patriarchalen Familienverband lebend – im Haus das letzte Wort hatten.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Grande Galerie

Nachts durch die Grande Galerie im Louvre wandern all die Kunstwerke für mich alleine zu haben welch anregender Gedanke. Nackt wie Gott mich schuf! Ich möchte Satyre anfassen und in diesem Moment wünschte ich mir ich wäre seine Bacchante. Ich würde mich bedingungslos hingeben und seine Männlichkeit spüren....ich würde seiner Flöte folgen. Ich gehe zu Amor und Psyche und bewundere die Zärtlichkeit die diese Skulptur umgibt, wie zärtlich sie ihre Arme um seinen Hals schlingt als wolle sie ihm nie wieder loslassen. Ich stelle mir gerade vor wie es wäre wenn all diese wunderbaren nackten Skulpturen lebendig werden würden. Wenn sie alle miteinander eine hemmungslose Orgie feiern würden und ICH mitten drin! Aber sie werden es nicht, sie bleiben auf ihren Plätzen stehen festgehalten für die Ewigkeit.
Die Frau ist der wahre Gral. (Auguste Rodin)

Montag, 20. Januar 2014

Einfach ICH

Es sind immer wieder diese Fenster in der Gegenwart, diese Durchlässigkeiten des Alltäglichen die mich berauschen können. Ich bin authentisch und kann verschärft "devot" genussvoll sein, aber das ist nur eine Facette meiner Persönlichkeit. Das sogenannte Spielen ist für mich keine Lebensphilosophie, sondern eine der möglichen Erfahrungen, die das Leben interessanter gestalten. Es gibt unendlich viele Dinge, die mich faszinieren können: Schönheit, Eleganz, Oper, Theater, Wissenschaft, Liebe, Devotion, Dominanz, Natur. Solche "Dinge" finden wir nicht indem wir sie intensiv suchen, sondern indem wir wachsam, vertrauend und leichten Herzens durch die Zeit gehen, um den sensiblen Tastsinn unserer Seele spüren zu lassen wenn irgendwo dieser feine Wind geht. Dieser feine Wind symbolisiert das Offenstehen eines Fensters für das Aussergewöhnliche. Den Moment, der mich alleine oder in Gesellschaft aus dem Gewohnten nimmt und mir Zutritt gewährt in jene berauschenden Erfahrungsbereiche. Dann geschieht was immer die dunklen oder hellen Seiten meiner Seele geschehen lassen wollen. Was immer dann in diesem Bereich, zu dieser Zeit, diesem besonderen Zeitraum zu geschehen hat, kann grenzenlos sein.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Freimaurer

Rund vier Millionen Freimaurer gibt es auf der Welt, wohl kein anderer Geheimbund hat mehr Mitglieder. Und doch weiß niemand genau, was in den Tempeln der Freimaurer geschieht. Bei ihrem bizarren Aufnahmeritual müssen die Logenbrüder ein Schweigegelübde ablegen. Wer es bricht, wird bestraft. Auch in Deutschland und Frankreich ist der Orden aktiv, in fast jeder größeren Stadt gibt es ein Logenhaus. Anwälte, Ärzte und Politiker gehören ebenso zu den Mitgliedern wie Handwerksmeister und Musiker. Aber was fasziniert diese Leute an dem Geheimbund? Gelangen sie im Tempel tatsächlich zu geheimem Wissen? Und warum dürfen die Freimaurer nicht über die Tempelarbeit sprechen - wenn sie doch nur der Humanität dient, wie die Mitglieder behaupten?Noch immer ist nicht endgültig geklärt, wie der Bund überhaupt entstanden ist. Das Innere der Tempel weist Parallelen zum Salomonischen Tempel in Jerusalem auf, dessen Mythos die Tempelritter im 12. Jahrhundert nach Europa brachten. Aber sind die Tempelritter tatsächlich die Vorläufer der Freimaurer? Die moderne Freimaurerei entstand aus der Bauhütten-Bewegung im späten Mittelalter. Damals vollbrachten die Steinmetze in den Augen des Volkes wahre Wunder, indem sie gigantische Kathedralen errichteten. Die abgeschotteten Steinmetz-Zirkel waren Inseln des Wissens.

Donnerstag, 7. November 2013

Der Maestro

Mit einer Eistüte in der Hand auf den Spuren der Medici-Fürsten. Nirgendwo liegen Kunstgenuss und Lebenslust so nah beisammen wie bei einem Bummel durch Florenz. Eintauchen in die toskanische Lebensart, die Uffizien besuchen und das berühmte Gemälde von Botticelli bestaunen. Erst wenn der Strom der Tagesbesucher und Reisegruppen versiegt ist, zieht die richtige Atmosphäre in die Stadt ein. Erst
jetzt mache ich mich auf den Weg in das Atelier in der Via de’ Bardi auf. Ich bin aufgeregt denn ich wartete Monate darauf das ich beim Maestro Lorenzo einen Termin bekam. Er ist DER Parfümeur! Und der Maestro wird für mich persönlich ein Parfum kreirren...nur auf MICH abgestimmt! In der Via de’ Bardi angekommen zupfe ich noch schnell mein Kleid zurecht, richte meine Haare und versuche nicht nervös zu wirken. Ich läute an. Es dauert ein wenig bis sich die Türe automatisch öffnete. Ein junger Mann kam mir entgegen und er fragte mich ob ich Signora Livia sei. Ich nickte nur und der junge Mann führte mich die Treppen hoch...ich folgte ihm, meine Pumps klapperten ein wenig so das es mir peinlich erschien und ich versuchte mehr auf den Zehenspitzen aufzutreten. Vor einer großen wunderschön verzierten Holztüre blieben wir stehen, der junge Mann klopfte. Erst als er eine Stimme von drinnen vernahm die mit sì antwortete trat er ein. Ich blieb noch vor der Türe stehen und umklammerte fest meine Handtasche. Nach ein paar Sekunden kam der junge Mann wieder heraus und teilte mir mit das Maestro Lorenzo jetzt Zeit für mich hätte. Ich trat in den Raum ein der von intensiven Aromen umhüllt war ringsherum standen viele kleine und große Fläschchen mit Essenzen. Der Maestro kam auf mich zu und begrüsste mich herzlichst, meine Nervosität schien in den Moment verflogen. Er war leger angezogen, trug einen Pulli mit weißen Hemd darunter und sein grau melierter Vollbart wirkte sehr gepflegt. "Nehmen sie doch bitte Platz Signora Livia" sagte er in sanfter Stimme. Er nahm hinter dem großen Holztisch Platz. Ich saß ihm gegenüber und ein traumhafter Blick über die Altstadt bot sich mir an. "Nun Signora heute werden wir IHR persönliches Parfum zusammenstellen dazu müssen sie mir vieles über sich erzählen-ihre Vorlieben-ihre Neigungen einfach ALLES- erzählen sie mir ihr Leben und ich werde es in einem Duft einfangen!" Und so begann ich zu erzählen....es sind die intensiven Gespräche mit dem Maestro begleitet von Dufteindrücken die für diese magische Stimmung sorgen. Hemmungslos erzählte ich ihm von meinen Neigungen, denn ich wollte ein Parfum das MICH wiederspiegelte! Während meiner Erzählungen stand der Maestro bei seinen Essenzen und mischte eines mit dem anderen. Meine Augen verfolgten jede Bewegung von ihm, tausende von raren Essenzen reizen die meine Nase für immer neue Eindrücke. Ich bin fasziniert- er ist wie ein Komponist der mit den Düften spielt und diese zusammenstellt. Er nimmt sich viel Zeit um mich kennen zulernen, ich sitze auf diesen wunderschönen Stuhl und erzähle ihm meine intimsten Geheimnisse und Phantasien. Auch dies wollte er wissen und forderte mich dazu auf noch weiter in mich zu gehen. Es waren intime Geständnisse die ich hier preisgab aber ich hatte ein gutes Gefühl dabei. "Nun kommen wir zur Herznote" unterbrach er mich kurz und ich hielt inne. "Das ist die wichtigste Basis es ist das Bouquet des Parfums....Es bestimmt den vielschichtigen Charakter eines Dufts, der im besten Falle mit dem des Trägers im Einklang steht." Ich lauschte seiner sanften Stimme, schwelgte in diesem Moment in einer anderen Welt, für einen Augenblick wirkte ich abwesend. Der Maestro forderte mich auf aufzustehen und das Kleid abzulegen. Obwohl ich etwas verwirrt darüber war tat ich es und streifte mir mein Kleid ab. Ich stand nun nackt nur mit meinen Pumps mitten im Raum und blickte zu dem großen Fenster hinaus- vor mir lag Florenz in all seiner Pracht! Ich gestehe das mich diese Situation erregte und dies spiegelte sich in meinen steifen Brustwarzen wieder. "Ein schöner Anblick Signora" sagte er und lächelte. "Ich brauche für die Herznote einen Tropfen Schweiß aber einen LUSTschweiß dann ist ihr Parfum vollkommen!" Er ging zu seinem Tisch wieder hinüber und zauberte aus seiner Schublade eine lange schwarze Peitsche hervor. In diesem Moment verstand ich was der Maestro damit meinte, doch woher hatte er die Peitsche? Hatte auch Er bestimmte Veranlagungen? Nun das werde ich wohl nie erfahren! Er stellte mich mit den Gesicht voran zur Türe, meine Hände stützte ich nach oben ab und reckte mein Gesäß heraus. Zunächst fingen die Peitschenhiebe sanft an doch bei jedem weiteren Schlag wurden diese intensiver und härter. Ein Brennen durchzog mich doch gleichzeitig verspürte ich diese unendliche Lust die sich zwischen meine Beine breit machte. Sanfte Hände berührten meine Pobacken glitten auf und ab und berauschende Düfte umgaben mich. Die Komposition zwischen Schmerz-Lust und Duft brachten mich in einen völligen Rauschzustand, der mich umso mehr beflügelte je intensiver es wurde. Behutsam drehte mich der Maestro um, legte die Peitsche zur Seite und ging zu dem kleinen langen Tisch hinüber wo eine Glas Flakon lag. Er nahm sie und kam auf mich zu. Zwischen meinen erregten Brüsten zog sich eine Spur von Schweiß, er setzte den Flakon genau darunter und ließ einen Tropfen hineingleiten. Er verschloss das Fläschchen und drehte es einmal herum so das sich die Essenzen mit dem Tropfen vereinigen konnten. "Jetzt ist es Livia_O!"

Donnerstag, 28. Februar 2013

Andron

Ein andron ist eine Funktion spezifisch für eine griechische Haus, und es gab vor allem zum Zweck der Gäste zu unterhalten. Dieses Zimmer war das einzige Zimmer in einem griechischen Haus ausschließlich für die Männer des Haushalts vorbehalten. Es wurde in den Häusern der mittleren und oberen Klassen gefunden, und damit war ein Zeichen von Privileg. So war seine wichtigste Ereignis, das Symposium. Die andron war kein Ort für Frauen, oder zumindest nicht ehrbare Frauen, so, wenn das Haus groß genug, um es zu ermöglichen, wurde dieser Raum so weit von der Frauen-Viertel wie möglich platziert. Das Erscheinungsbild des Innenraums deutlich gemacht, als öffentlichen Raum gedacht war, für unterhaltsame Besucher von außerhalb des Haushalts. Der Luxus und Extravaganz des Dekors in der Regel aus den Raum vom Rest des Hauses. Die Einrichtung im andron waren in der Regel die beste in der Heimat. In der Tat waren die Mehrheit der wertvollsten heimischen Objekten aus der Antike wieder für den Einsatz im andron erstellt. Der Boden des Zimmers war oft mit einer aufwendigen zentralen Mosaik bedeckt. Wände und Decken wurden in der Regel auch mit dekorativen Fresken bemalt. Die wichtigsten Möbel im Zimmer waren die kline oder Sofas, auf denen der Gastgeber und seine Gäste zurückgelehnt. Couches wurden an den Wänden des Raumes, eine zu schaffen "angeordnet sympotic Raum." Kline fein gemacht wurden, in der Regel mit Einlage dekoriert und mit verzierten Kissen hochwertige Stoffe. Ähnliche Luxus-Behandlung wurde zu kleinen Beistelltischen im Raum platziert gewidmet. Das Symposium war ein Trink-Partei, die das Abendessen folgte. Es wurde von einem griechischen Mann für die Unterhaltung seiner männlichen Freunde gehostet. Der Gastgeber und seine Gäste würden zurücklehnen, zwei zu einer Couch und genießen Sie eine Mahlzeit gebracht, um sie auf kleinen Tischen. Am Ende der Mahlzeit wurden die Tische entfernt und das Symposium richtig begann. Das Getränk auf dem Symposium war der Wein, immer mit Wasser vermischt. Die alten Griechen glaubten, dass das Trinken von ungemischten Wein barbarischen war und warnte, dass eine solche Praxis eine Gewohnheit würde in den Wahnsinn und körperlichen Zusammenbruch führen. Diese Warnung war jedoch nicht zu übermäßigen drunkeness soll verhindern. Kratere, die den Wein statt könnte sehr groß, und die Comic-Autorin Eubulus lässt uns wissen, durch die Worte des Dionysos, dass sie oft befüllt und entleert viele Male im Laufe des Abends. "Drei Schalen nur, dass ich für die gemäßigten ein für die Gesundheit, die zweite Liebe und Freude, und die dritte in den Schlaf zu mischen. Die vierte Schüssel gehört nicht uns, sondern Hybris, die fünfte Aufruhr, das sechste auf betrunkene schwelgen, die siebte bis schwarze Augen, das achte mit dem Polizisten und dem neunten zum Erbrechen. Der zehnte gehört zu Wahnsinn und Werfen von Möbeln. " In dieser Passage wird Dionysos selbst als symposiarch handeln. Dies war eine Position oft am Beginn des Symposiums durch Würfeln bestimmt. Der Mann, der den Titel hatten bestimmt die Stärke der Nacht Mischung aus Wein und Wasser. Er wählte, was Größe und Art des Schiffes die Männer zum Trinken ihren Wein verwenden. Rituellen Handlungen des Abends gehörten die Männer schmücken sich mit Kränzen und duftende Salben. Libations, begleitet vom Gesang eines Liedes, wurden dann zu den Göttern geopfert. In den ersten drei Schüsseln Wein, philosophischen Diskurs, zusammen mit Rätseln, rezitieren Gedichte und Ausübung clever Dialog, fand mit der Musik von einer Leier im Hintergrund. Trotz der Tatsache, dass das Symposium nicht ein raffiniertes Angelegenheit bleiben, gab es Verhaltensregeln, die in den frühen Morgenstunden des Abends durchgesetzt wurden. Private Dialog zwischen ein paar Leuten wurde als unangemessen und gegen die Einheit des Symposiums betonte. Alle Stellungnahmen waren an der ganzen Gruppe getroffen werden. Balance in dem Gespräch wurde immer betont. und es sollte weder zu schwer noch zu leichtsinnig. Ebenso hatte jeder Mensch die Verantwortung dafür, dass er nicht zu viel oder zu wenig zu sagen. Als die Männer weiter zu trinken, entspannt diese Einschränkungen. Obwohl Dialog fortgesetzt, brach einige Männer aus der mittleren Gruppe und spielten. Obwohl Würfel und ein Spiel sehr ähnlich zu Kontrolleure waren beide gemeinsam, war ein weiteres, ziemlich einzigartig Spiel mit dem Wein auch sehr beliebt. Kottabus, wie es genannt wurde, wurde durch den Ausgleich hohen Kandelaber auf der Oberseite aus Messing Untertassen. Spieler würde dann stehen ein gutes Stück von der Leuchter mit einem Becher Wein. Das Ziel des Spiels war es, ein wenig Wein einfach so zu werfen, um die Messing Untertasse in einer Stelle, die dazu führen, dass eine laute Klingel machen und umkippen treffen würde. Als die Nacht voranschritt, Gesang wurde auch ein Teil der Veranstaltung. Gäste würden singen oder rezitieren traditionelle Trinklieder genannt skolia. Das Folgende ist ein Beispiel für eine dieser kurzen poetischen Kompositionen: "Mit mir Trinken, Sport mit mir, mit mir Liebe, tragen Kränze mit mir, Wut mit mir, wenn ich tobte, nüchtern sein, wenn ich nüchtern bin." Sklavinnen und Prostituierte wurden schließlich zugelassen. Anfangs war ihre Verantwortung nur zu tanzen und spielen Musik. Als die Männer sich mehr und mehr betrunken waren jedoch Frauen verpflichtet, öffentlich zu frönen sie, was sexuelle Gefälligkeiten forderten sie, wodurch eine Art von orgiastischen Atmosphäre. Einige Vasenbilder zeigen Prostituierte Oralsex auf einen Mann, während von einem anderen durchdrungen wird, sollten alle in der normalen Ansicht anderer in sexuellen Handlungen beteiligt als gut. Obwohl es wahrscheinlich ist, dass die meisten Sex zwischen den Mitgliedern des Symposiums war konform, gibt es Hinweise, dass Gewalt eingesetzt wurde, um Prostituierte und Sklaven in Handlungen zu zwingen, wenn es nicht so war. Einige kylixes, die eine Art Trinkbecher auf dem Symposium verwendet wurden, stellen Frauen Einwände gegen Handlungen, die Männer sie zu erfüllen gezwungen. Szenen wie Vasen zeigen, dass Männer diese Frauen gezwungen in die Unterwerfung durch schlugen sie mit Sandalen oder Sticks. Gewalt in den späten Stunden des Symposiums war nicht unbedingt eindeutig, um den Gästen Behandlung der Sklaven und Prostituierten. Parteien würden manchmal erhalten, so aus der Hand wie die Zerstörung von Eigentum, sowohl öffentliche als auch private, als auch zu Verletzungen führen. Es war nicht ungewöhnlich, dass eine große Gruppe von betrunkenen Männern durch die Straßen von einem Symposium zum nächsten und auf ihren Reisen schlendern, um die Opfer der Menschen, die sie trafen. Natürlich haben alle Symposien nicht fortgesetzt oder beendet auf diese Weise. Außerdem hat die Regierung nicht einfach ignorieren das Verhalten der Feiernden, wenn es außer Kontrolle geriet. Obwohl Gewalt gegen Prostituierte und Sklaven ungestraft blieben, wurde die Gewalt in den Straßen durch den Staat als eine Bedrohung für die Stadt wahrgenommen und bestraft. Plato erklärte in Bezug auf das Symposium: "Wenn das Unternehmen echte Gentlemen und Männer von Bildung sind, werden Sie sehen keine Flöte Mädchen noch Tänzerinnen noch Harfe Mädchen; sie keinen Unsinn noch Spiele haben, aber zufrieden sein mit einem anderen das Gespräch. "Vielleicht war das ideal für das Symposium. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Definition des Ereignisses gibt uns Verwendung des Wortes heute. Doch eine beträchtliche Anzahl von Vase Gemälden der Veranstaltung zeigen uns, dass die ideale mag eher die Ausnahme als die Regel sein. Das formale Gegenwort ist Gynaikonitis, das „Frauenquartier“ Quelle:http://www.tcnj.edu/~anchouse/andron.html

Montag, 25. Februar 2013

Nacktheit darunter

Sie war nicht völlig nackt. Aber das machte die Sache noch schlimmer! So war sie viel unanständiger, als wenn sie schlichtweg nackt gewesen wäre. Marmorstatuen sind nackt und die Nacktheit ist keusch. Deshalb wählte man ein Kleid das Ihre Brüste hochhob und den genussvollen Zugriff preisgab. Je mehr man schnürte desto mehr hoben sich ihre Brüste hervor, ihre Scham nur bedeckt von diesen weichen fließenden Stoff und auch nur dann wenn man nicht verlangte sie solle ihn hochrollen und an den Seiten befestigen. Keuschheit und Lust gemeinsam vereint....

Mittwoch, 6. Februar 2013

ces messieurs du sexe fort

Mein Herr hat jetzt beschlossen das Donnerstag der Tag "der Herren der Schöpfung" ist! Was dies bedeutet? Das ich Donnerstags immer einer erlesenen Herrenrunde präsentiert werde. Ich muss JEDEN Herrn uneingeschränkt zur Verfügung stehen und mein Herr wird darüber wachen. Ich darf mir keine Verfehlungen leisten-diese wird sofort vollzogen....so seine Worte an mich. Es soll Sinnlichkeit mit Hingabe verschmelzen dazwischen werden eindringliche Befehle ausgesprochen und der Klang der Peitsche wird mich umgeben. Auch das Servieren der Getränke an die Herrn obligt einzig und alleine mir ebenso zu sorgen das das Feuer im Kaminofen nicht erlischt. Strenge Regeln- kein Blick in die fremden Gesichter, sie werden mir stets anonym bleiben. Oh, liebste Schwester vielleicht darf ich dich einmal dazu verführen....mit mir diesen Weg zu "erleben" Morgen ist es soweit!
"Je vollkommener, desto mehr Schmerzen." - Michelangelo, Sonette, Über Dante

Freitag, 9. November 2012

RefugiO

Ab Jänner 2013 ist es soweit dann verwirklichen wir unseren Traum!
Es wird ein Lokal für unsere Cercle Mitglieder und für die die es noch werden wollen.
Coming soon.....


Dienstag, 31. Juli 2012

Atelier Rosa


Als ich nach Hause kam lag im Wohnzimmer ein Blatt Papier auf dem Couchtisch.
Ich nahm das Papier und las die Worte meines Geliebten: Dein Rock ist fertig abzuholen um 14 Uhr bei Madame Rosa"
Mehr stand da nicht mehr darauf. Ich legte das Papier beiseite und schaute auf die Uhr.
Ich musste mich beeilen denn es war schon halb zwei auf meiner Uhr, also zog ich mir meine Jacke wieder über und machte mich auf den Weg zu Madame Rosa.
Vor einer Woche war ich bei Madame, da hatte sie Mass bei mir genommen und die letzten Details mit meinem Geliebten besprochen.
Ja das ist richtig mit meinem Geliebten! Nicht mit mir ich durfte mich nur hinstellen damit Madame meine Masse nehmen konnte.
Auch wurde ich nicht nach der Farbe gefragt- ich wurde rein gar nichts gefragt!
Alles besprach sie nur mit ihm, sie nahm eigentlich gar keine Notiz von mir.
Madame Rosa erinnerte mich ein wenig an eine Gouvernante vom Aussehen her und von ihrer Art.
Sie sprach sehr wenig mit mir und wenn dann war es nur "Drehen sie sich um" oder "stehen sie gerade" als sie mit ihren Massband meine Taillie umschlung.
Sie trug einen langen dunkelblauen Rock und dazu eine weisse hochgeschlossene Bluse mit einem kleinen Stehkragen.
Ihre Haare trug sie zu einem Tout hochgesteckt.
An einer dünnen goldenen Halskette baumelte wenn sie sich nach vorne beugte eine Art Lesebrille.

Mein Geliebter lehnte sich an die Wand im Atelier, steckte seine Hände frech in seine Hosensäcke und beobachtete dieses Szenario.
Ich traute mich nicht zu bewegen, ganz steif stand ich mitten im Raum, um mich Madame Rosa mit ihren Massband.

Als sie alle Masse hatte und diese in ihr Büchlein eintrug nahm sie ihre Brille ab und wandte sich meinem Geliebten zu.
Sie sprachen miteinander und ich verharrte noch immer in dieser starren geraden Position.
Ich hörte nur wie mein Geliebter zu ihr sagte sie möge bitte bis nächste Woche damit fertig sein.
Sie setzte sich wieder ihre Brille auf ging zu ihrem Schreibtisch rüber.
"Kein Problem ich rufe sie an sobald der Rock zum Abholen bereit ist"
Mein Geliebter lächelte als er sich zu mir rüber drehte und nach meiner Hand fasste.

Mir kam schien das alles ein wenig eigenartig aber ich fragte nicht weiter danach und freute mich auf diesen Rock.
Ich wusste das er einen guten Geschmack besaß und deshalb machte ich mir keine weitern Gedanken darüber obwohl ich natürlich schon sehr neugierig war wie der Rock schlussendlich aussehen werde.

Ich stand eine Woche später vor der Türe des Ateliers von Madame, nur das mich diesmal mein Geliebter nicht begleitete.
Es wunderete mich schon denn gerade heute an dem Tag wo ich den Rock erhalten sollte.
Wollte er denn nicht auch wissen wie dieser geworden ist und wie er mir stehen würde?
Nein anscheinend nicht zuminderst nicht in diesem Moment, er wollte das ich alleine zu Madame gehen sollte.

Ich öffnete die Türe und kleine Glöckchen die oberhalb der Türe angebracht waren begannen darauf zu klingeln.
Etwas verschüchtert trat ich ein nun kein Wunder denn Madame würdigte mich keines Blickes damals.
Doch diesmal war sie etwas freundlicher zumindest grüsste sie mich, doch gleich darauf befahl sie mir in die Umkleidekabine zu gehen und mich zu entkleiden.
Ich tat dies, streifte meinen Jeansrock ab und wartete nur bekleidet mit Shirt und Slip auf Madame.

Sie schob den schweren Samtvorhang beiseite und musterte mich. Ich wurde verlegen dabei als mich ihre Blicke streiften.
Um ihren Arm hatte sie den Rock gelegt, ich konnte im ersten Augenblick erkennen das er lang und schwarz war.

Madame öffnete seitlich einen Zipp und siehe da sie half mir sogar beim einsteigen in den Rock.
Sie zog ihn mir hoch und schloss den Zipp wieder.

Dann trat ich heraus und betrachte mich in den grossen Spiegel mitten in diesen Raum.
Der Rock war wunderschön genäht, lang bis zu den Knöcheln hinunter, schwarzer Chiffon und in der Innenseite wurde er rot ausgelegt.
Plötzlich bemerkte ich das der Rock hinten und vorne hochgeschlitzt war, dies fiel mir zunächst gar nicht auf, doch jetzt wo ich mich bewegte darin kam es zum Vorschein.

Madame bemerkte meinen verwunderten Gesichtsausdruck und ehe ich sie fragen konnte bekam ich als Antwort: "Dies ist für ihre Zugänglichkeit gedacht"

Zugänglichkeit? ging es mir durch den Kopf Wozu?
Ich kann doch nirgends diesen Rock tragen ohne das jeder in mich hineinsehen könnte!

Und es kam noch besser, Madame hatte am vorderen Teil in der Höhe der Tailie kleine Häckchen angebracht ebenso auf der Kehrseite.
Sie griff sich das Ende des Rockes hob ihn hoch und befestigte diese an den dafür vorgesehenen Häckchen.

Ich konnte es gar nicht glauben ich stand mit offenem Rock da mein Hinteil war ebenso im Freiem.
Gottseidank hatte ich meinem Slip an das entblösste mich nicht völlig vor Madame.

"Sie müssen ihren Slip und ihr Shirt ausziehen denn dort wo sie diesen Rock tragen werden ist dies das EINZIGE Kleidungstück das ihnen erlaubt sein wird"

Donnerstag, 26. Juli 2012

FÜHLE!

Bewegungen der Sitze, Vibrationen der Rückenlehne, Wind und Sprühnebel, kombiniert mit dezent eingesetzten Duftstoffen, lassen die Zuschauer im neuen Actionkino für alle Sinne die auf der Leinwand gezeigten 3D-Szenen physisch und olfaktorisch fühlbar miterleben.

Setzten sie sich nun ihre 3D Brille auf-schnallen sie sich auf ihren Sitzen an und begeben sie sich mit mir auf eine Zeitreise....fühlen sie mit MIR-ERLEBEN sie mit MIR!

Wir fliegen im Universum durch ein Zeitloch- Wind braust uns um die Ohren- plötzlich befinden wir uns in einem grossen Raum, ringsum uns befinden sich Bücher- wir drehen uns in alle Richtungen-wir haben das Gefühl der Sitz dreht sich mit uns.
Ein Buch fällt wie von Geisterhand uns zu Füssen, wir heben es vorsichtig auf.
Die Blätter bewegen sich von alleine wild um her...
Der Wind wird heftiger das Buch fällt zu Boden und eine Seite bleibt offen liegen.
Wir beugen uns hinunter, der Sitz kippt leicht nach vorne und folgende Zeilen mit alter Handschrift verfasst können wir lesen: Fühle!

Es wird stockdunkel darauf im Saal und Sekunden später drückt es uns in den Sitz zurück und wir verspüren Vibrationen unter unseren Füssen.
Die Reise geht weiter-in einer Kutsche, die Sitze beginnen zu ruckeln.
Landschaft zieht an uns vorüber, das Klappern der Hufe vernehmen wir immer intensiver.
Dann hebt sich der Sitz in die Höhe und wir steigen aus der Kutsch aus.
In Bruchteilen von Sekunden öffnet sich der Boden unter unseren Füssen und wir haben das Gefühl wir stürzen mit ab.
Hinunter durch ein dunkles Loch, der Wind setzt wieder ein so realistisch wie möglich sollen wir das Gefühl vermittelt bekommen.
Nach dem Fall kommt das Licht- wir sind geblendet- wir drehen uns können noch nicht erkennen wo es uns hin verschlagen hat.
Wärme macht sich breit ein Gefühl als ob Sonnenstrahlen unsere Haut erwärmen. Dann beginnen wir zu schweben ein Gefühl der Leichtigkeit umgibt uns.
Uns begegnen große Meister wie Leonardo da Vinci und Michelangelo ihre Gemälde und Skulpturen erscheinen uns so real wie nie zuvor.
Gregorianische Chöre dringen in den Saal und wir schweben noch immer,
langsam senkt sich der Sitz und wir haben wieder Boden unter den Füssen.

Was wird uns jetzt erwarten?
In dem Buch stand zu Beginn: FÜHLE!

Wir erleben wie uns eine Augenbinde angelegt wird-FINSTERNIS!
Auf einmal ein komplett anderes Gefühl, jetzt sehen wir nichts mehr JETZT können wir nur mehr hören, riechen und FÜHLEN!
Eine leichte Brise von Wind-ein süßherber Geruch macht sich breit-Schritte die näher kommen.
Und wieder beginnt sich der Sitz etwas zu drehen- wir drehen uns im Raum und die Schritte verfolgen uns.
Wir spüren wie uns etwas streift doch wissen wir nicht was es ist!
Wir hören einen Schlag wie von einer Peitsche ausgeführt- ein Aufschreien- ein Stöhnen- und wieder einen Schlag und wieder ein Aufschrei gepaart mit einem Seufzer.
Klirren von Ketten jedesmal bei einem Schlag als ob sich jemand darin winden würde.
Wir vernehmen den Atem der immer schneller wird und zugleich dieses lustvolle Stöhnen darauf.

Zu gerne hätten wir dieses Szenario "sehen" wollen doch nicht immer ist "sehen" das gleiche wie FÜHLEN!
Ich hoffe sie konnten ein wenig dieses Erlebnis genießen....

Sonntag, 15. Juli 2012

My home is my Castle

Mit freundlicher Genehmigung von © ligeia:

Es kotzt mich manchmal nur noch an. Wenn ich mit meinem Partner auf eine SM-Party gehe, habe ich mittlerweile oft das Gefühl, in das BDSM-Äquivalent eines Rudelbumses geraten zu sein. Viele meiner „NeigungskollegInnen“ wirken auf mich, als würden Sie da eine Mischung aus Gesellschaftsspiel und Inszenierung betreiben, darauf ausgelegt, auf die gaffende Zuschauerhorde besonders dominant, devot, einfallsreich, brutal, masochistisch oder sonst wie toll zu wirken.

Das fängt damit an, dass die Damen und Herren in Einheitskluft aufmarschieren; die Herren in Anzug oder Lederhose, die Damen in Rock und Korsett oder nackt, gelegentlich wählt noch eine den unglaublich individuellen Mittelweg eines O-Kleides. Rein visuell für mich also ein langweiliger Einheitsbrei.

Dann wird auf die Wangen gebusselt und „Hallihallo“ geflötet. Man stößt mit einem Sektchen an und berichtet von den neuesten Errungenschaften, die sich irgendwo zwischen Rosshaarpeitsche und Excel-Strafbuch bewegen. Anschließend rottet man sich zusammen, um das kalte Buffet zu schlachten, dabei nicht müde werdend, die Kochkunst des Veranstalters in den siebten Himmel zu loben, auch wenn es nur Frikadellen und Fertigsalate vom Billigdiscounter kredenzt wurden.

Der Mund ist noch nicht ganz leer gekaut, da wird schon über die Spielgeräte hergefallen, wie eine Heimsuchung durch Heuschrecken, Sodann werden die submissiven Partner, meist unter Abnudelung persönlicher Rituale, die sich gleichen wie ein Ei dem anderen, an Andreaskreuz, Strafbock und Co geschnallt und die Dominanzen spulen das gute alte Hau-Drauf-Programm ab. Erst kommt der Flogger zum Aufwärmen, damit auch die Anwesenden SSC-Berater nichts zu mosern haben. Dann ist das Paddle dran, dann die Gerte und wer es besonders drauf hat, greift zum krönenden Abschluss noch zur Bullwhip.

Die menschlichen Konstellationen werden dabei oft durcheinander gewürfelt, man bindet Subs über-, unter- oder aneinander oder rottet sich auf dömlicher Seite zusammen. Letztlich aber wirkt es auf mich aber nur noch wahllos.

Aus den Räumlichkeiten dringt nun eine Mischung aus „Klatsch“, „Knall“ und „Kreisch“, die im BDSM-Bereich die klassischen „3K“ (Küche, Kinder, Kirche) von der Wichtigkeit her restlos abgelöst zu haben scheinen. Unabhängig von Ort und Zeit ist diese Playroomgeräuschsuppe immer gleich und hindert mich mittlerweile daran, einfach mal durch die Location zu schlendern, weil ich all das nicht mehr hören und sehen mag. Außerdem stehen im Normalfall sabbernde und geifernde Gaffer Spalier, die mich auf dem Absatz kehrt machen lassen und ganz sicher jede Lust in mir töten, selbst dort zu spielen.

Ich meine mich zu erinnern, dass Spielpartys früher irgendwie intimer und dass auch individuellere Spielarten möglich waren. Vielleicht verkläre ich ja im Rückblick, aber das ändert nichts an meiner jetzigen Reaktion: SM? Ja, gern, mein Liebster, aber bitte, bitte zuhause!

Das bedeutet nicht, dass ich keinen Kontakt mehr zu anderen SMern haben möchte. Ganz im Gegenteil, ich freue mich immer, Bekannte und liebe Freunde zu treffen – aber am liebsten halt „ganz stinknormal“. Deshalb laden wir uns die Leutchen zum Essen ein, man trifft sich alternativ auf Märkten oder irgendwo zum Kaffee und auch wenn man gerne mal über Praktiken, Partys oder lustige Unfälle klönt, so bleibt man doch vollständig (und ganz normal) bekleidet.

Für mich kombiniert das zwei unschätzbare Vorteile: Weil es BDSMer sind, kann man sich auch über BDSM unterhalten und wir brauchen den D/S-Aspekt unserer Beziehung nicht zu verschleiern. Gegenüber einer Playparty haben private Treffen für mich zudem den Vorzug, dass ich normalerweise gar nicht erst in Situationen komme, in denen BDSM-Praktiken anderer auf mich lächerlich oder gar widerlich wirken. Und das alles bei guter Musik, im gemütlichen Wohnzimmer und mit dem großen Zusatzspaß, schön kochen und die lieben Freunde sowie den eigenen Gaumen verwöhnen zu können.

Wenn es dann zum „Spiel“ kommt, ist es mir eigentlich am liebsten, wenn mein Partner und ich allein sind. Gelegentlich ist es okay, wenn gute Freunde an der Szenerie teilhaben, aber die sind dann handverlesen und die Regeln des Umgangs miteinander geklärt. In solchen Situationen kann ich mich fallen lassen, nichts lenkt mich ab und ich fühle mich gut aufgehoben. Das ist mir wichtig, wenn mein Liebster mich dabei einmal mehr zu kleinen Scherben zerbröselt und über meine Grenzen treibt; ohne diese geborgene Situation kann ich nicht loslassen. Auch hier bietet sich die eigene Wohnung förmlich an.

Das alles soll nicht bedeuten, dass Partys grundsätzlich schlecht sind. Sie bieten einige nicht zu verachtende Vorteile: Man lernt Menschen kennen, kann Spielgeräte nutzen, die nicht im eigenen Wohnzimmer stehen und man muss die Lautstärke der eigenen Schreie nicht an die Stärke der Zimmerwände und –decken anpassen. Auch ist es für Menschen, die vielleicht exhibitionistischer veranlagt sind als ich, bestimmt wunderbar, sich unter Gleichgesinnten ausleben zu können.

Für mich aber ziehe ich das Fazit, dass beim Wettlauf um meine Abende immer öfter das Zuhause den Sieg davonträgt und nicht eine Location.

Vielleicht ändert sich das irgendwann wieder, aber im Augenblick reicht es mir, alle Jubeljahre auf eine Party zu gehen und ansonsten die Freizeit mit meinem Partner und guten Freunden in trauter, langweiliger Beschaulichkeit zu verbringen. Wer weiß – vielleicht werde ich einfach nur alt.


© ligeia

Donnerstag, 12. Juli 2012

Moral und Sünde, Liebe und Schmerz,


Mich hat der Spielfilm "Die heilige Hure" fasziniert, hier ein kurzer Auszug davon:

Die Theologiedozentin Dr. Marie Steiner lehrt die angehenden Priester der katholischen Kirche die Kritik am Beispiel der Maria Magdalena. In der Kirche kommt sie dem Restaurator näher, er weiht sie in die Lust der schmerzlichen Liebe ein.
Um ihre These der heiligen Hure zu dokumentieren geht Marie mit ihren Studenten zu einer Domina, es ist eine Bekannte von ihr. Marie ist fasziniert vom Ambiente des "Studios", fragt auch nach, ob die Domina wirklich zuschlägt oder nur so tut. Den Beweis dafür verspürt sie gleich darauf auf ihrer Kehrseite. Ein Student hat das per Zufall beobachtet und berichtet das dem Vorgesetzten.
Völlig verstört wendet sie sich an ihre Bekannte, die Domina. Über die Vidoe-Ueberwachung des Studios sieht sie einer Session zu und ist bereit die Rolle zu tauschen. Marie's Metamorphose vollzieht sich, aus Marie wird Maria Magdalena, die heilige Hure. Sie weiss was Schmerz ist und kann ihn so auch an anderen ausüben. Aus der Bestraften wird die Strafende.

Wobei MICH selbst hat mehr die Szene fasziniert als der Restaurator sie "genommen" hat in der Werkstatt der Kirche.
Und während er sie f... erblickte sie die Heiligenbilder ober ihr und die Statuen die noch restauriert werden mussten standen daneben.
Sie kleinen Nägeln bohrten sich unter ihr ins Fleisch- wie würden wir es so treffend formulieren: LUSTSCHMERZ